Mein erstes Semester habe ich hinter mir und ich muss sagen soooo schlimm ist das alles gar nicht wie ich überall gelesen habe.
Ich habe mich als jemand, der Sprachen lieber hat als Mathe bei Wirtschaftsinformatik eingeschrieben, weil ich nicht etwas studieren wollte, womit ich am Ende arbeitslos bin oder in einem verstaubten Archiv lande..
Die drei Monate Vorlesungszeit verlangen einem wirklich ALLES ab! Nicht nur geistig auch körperlich ist man am Ende, wenn man bis spät noch mit dem Gruppenpartner Programmieren, programmieren und nochmal programmieren muss..aber verdammt es lohnt sich! Und es rückblickend kann man sagen: 'Hey, du hast da was geschafft!'
Die Mathematik wird wirklich sehr groß geschrieben. Insbesondere Analysis, das traditionell immer vom Schulleiter unterrichtet wird. Ich weiß noch nicht, ob ich durch bin, aber selbst wenn nicht ist es hier keine Schande, denn jeder weiß, dass es halt 2,3 Versuche brauchen kann..
Das wirklich wichtigste hier, was manche aber spät merken, ist das NOTWENDIGE 'am Ball bleiben'!
Allein der Papierkram wirft manche um! Die ganzen Übungen ausdrucken, machen, zu den Besprechungen in den Mittagspausen(!) gehen und dann nochmal zuhause nacharbeiten, obwohl man erst um 18:15 Schluss hatte..
Das ist nötig, damit man in der Woche vor den Klausuren nochmal die drei Monate Revue passieren lassen kann und 'nur noch' wiederholen muss.. Es gibt vielleicht keine entspannte Campus-Chill-Uni-Atmosphäre wie sich das ein Abiturient vorstellt! Leute, das Abi ist der reinste Witz, hier steht jedes Semester ein großes Abi auf dem Plan, wenn man die Regelstudienzeit einhalten will!
Dafür kann man gute Freunde finden..man kann in der wirklich sehr angenehmen und leckeren Cafeteria sitzen..und lernen;)und quatschen..
Man kann im Audimax hinten sitzen und auch mal nicht zuhören, sondern Spaß haben..es ist schon schön, aber man sollte halt nie den Ernst der Lage aus den Augen verlieren!
Sehr schön war auch die übersichtlichkeit der FH! Hier verliert sich so schnell keiner und die handvoll Hörsääle sollte wirklich jeder nach zwei wochen drauf haben..
Auch der Kontakt zu den Dozenten ist eher vergleichbar mit dem zu den Lehrern und nicht zu den staatlichen Unis. Hier werden nur Dozenten eingestellt, die nicht nur inhaltlich sonder auch didaktisch den Stoff gut vermitteln können! Die Studenten können sogar bei den Probevorlesungen teilnehmen und die Bewerber bewerten!
Nach jedem Semester gibt es eine Evaluation von seiten der Studenten, die unglaublich ernst genommen wird.. Also, wer nicht nur 'einfach mal studieren und schauen was es so gibt' denkt, sondern wirklich in kürzester Zeit möglichst viel lernen will, um erfolgreich zu sein, der soll herkommen! Hier gibt es keinen Platzmangel, in den Hörsäälen sind teilweise nur Klassengroße Gruppen, in den Übungen und Tutorien sowieso.. read more