Ein guter, preiswerter Kaffee rechts, wie links neben einem Durchgang an der Uni. Publikum: Studenten und wiss. Mitarbeiter. Barhocker, Sitzgelegenheiten draußen wie drinnen. Wirklich nett da stören auch die Mülltonnen nicht, an denen man oft sitzen muss. ;-)))
Interessant aber ist hier jedes Mal jenes Mysterium, das schon eine Vorrednerin erwähnt, aber nicht so gut erklärt hat: rechts Besucher, links nicht. Den Kaffee zum mitnehmen holt man sich im rechten benachbartenTeil, selbst dann wenn dort Wartezeiten entstehen, es den gleichen Kaffee gibt und drüberhinaus keinen Kuchen, den es nur links gibt
Warum gleicht sich das nicht aus? Raumfarbe? Angst vor den Sofas im linken Raum? Besser ist das erklärbar mit dem Thema Menschen als am Menschen interessierte Wesen:
Es gibt zwischen den beiden Dependenzen des Rossi eben doch einen Unterschied und der ist ein sozialer: Die Bedienung hinter der Theke im rechten Teil wechselt zwar über den Tag. Das sollte anaonymiseren. Tut es aber nicht. Denn die Bedienung ist aber durchgehend sehr freundlich. Die Bedienung im linken, neuen Teil ist konstant immer anzutreffen, das sollte eigentlich ein Plus für die Vertrautheit sein. Ist es aber nicht. Die Bedienung links repräsentiert in Sachen Freundlichkeit den Jenaer Standard und der ist von Distanz geprägt und dem Wunsch nach nicht zu viel Vertrautheit. Was passiert: Du grüßt sie sie grüßt nicht jeden, Du dankst sie nicht unbedingt, Du verabschiedest Dich sie verabschiedet nicht jeden. Auch Lächeln gehört klar nicht zur Dienstleistung. Das sie manchmal ein bisschen auf dem Schlauch steht, ist auch etwas hinderlich. Ich vermute, es gehen unter den langjähirigen Kunden nur diejenigen zu dieser Service-Kraft, die sie kennt, oder wenn links mehr als drei Personen anstehen oder es eilig ist. Wichtig: Ist nicht ihre Schuld das kann man so in Jena häufiger treffen.
Also lieber anstehen und zum guten Kaffee auch noch mit dem guten Gefühl weggehen, nicht jemanden zur Last gefallen zu sein? Ja. So läuft das. Die meisten von uns kaufen eben nicht nur ein Produkt oder eine Dienstleistung ein, sondern (bemerkt oder unbemerkt) auch eine (flüchtige) Beziehung
Ich empfehle mal vorbeizugehen, das Mysterium anzusehen, den Beziehungsetest zu machen und dabei auf das eigene Gefühl zu achten. ;-))) read more