arvid.herzog@hamburg.e
habe hauptmann v. köpenick genossen, volker lechtenbrink ist in die rolle des verlierers passgenau geschlüpft. das aufziehen der tragischen geschichte im gegensatz zu vielen anderen inzenierungen, die vom eigendlichem thema durch belustigung des publikums ablenken, muss jeder wissen, dass wir uns im thema des stückes in der jetztzeit befinden und keiner willes wissen.
nun bin ich böse:
das publikum liegt im alter zwischen 55 und 75 jahren, hat möglich nicht mehr viel zu befürchten. der aufschrei, der auf der bühne inzeniert wird, wird in dieser form nicht an die öffendlichkeit gelangen, geschweige denn, wir-kung zeigen. der schrei vom hauptdarsteller und ich bin sicher er hat dieses vor, muss durch die mauern nach aussen dringen, um unterbewustes ins bewustsein zu schleudern, heisst, erst wenn der inzenierende seine kritik an unserer maroden gesellschaftsstruktur vor die tür geschriehen hat, er befürchten muss, dass man ihn zu unrecht zur rechenschaft ziehen will, hat er sein ziel erreicht und die aufgeklärten können ihm schütz anbieten, weil
sie möglich, endlich verstehen.
glückwunsch für das vorhaben. read more