Ich habe ein paar Abende in dieser Bar verbracht.
Der erste Eindruck war nicht so gut, es ist ein kleiner Laden, eingegrenzt von Häusern, direkt an der Straße mit direkter Ubahn- und Tramanbindung von der Eberswalder Straße aus.
Die Bedienung besteht aus drei netten, aber bestimmten Männern, die alle der englischen Sprache mächtig sind, was bei dem internationalen Publikum zuweilen sehr hilfreich ist. Zwei arbeiten hauptsächlich an der Bar, ein weiterer, läuft herum und verteilt Getränke, es geht aber schneller, wenn man die Getränke direkt an der Bar holt. Dort liegen einige Getränkekarten aus, natürlich übermäßig viel Absinth, alles kann damit gemischt werden, sonst wäre es ja keine Absinthbar. Neben diesen gibt es aber auch Absinth- oder alkoholfreie Getränke und Cocktails zu bestellen.
Innen gibt es verschiedene kleinere Tische, die nah beieinander stehen, außerdem eine Reihe Kinositze mit kleinen Tischen, denen man auf einer Sitzbankreihe gegenübersitzen kann. Außerhalb des Ladens gibt es zwei Bierbankgarnituren (2 Tische, 4 Bänke), auch hier ist alles sehr eng gestellt, damit auf kleinem Raum genügend Leute Platz finden, was nicht unbedingt gemütlich ist, weil man aufpassen muss, wie man sich bewegt, um nicht gegen irgendwen zu stoßen.
Das Publikum in der Bar ist bunt gemischt und sehr durchwachsen. An einigen Abenden ist die Bar überfüllt mit Touristengruppen, die Pub-Crawling betreiben, die im 30-min-Takt die Bar aufsuchen und wieder verlassen, es ist also schubweise sehr laut bis sehr leise.
Die Toiletten lassen sehr zu wünschen übrig, sie sind in einem hinten gelegenen Eckraum, von diesem gehen Männer- und Frauentoiletten ab. Diese Nische, sowie die Toiletten selbst sind beklebt und beschmiert mit Parolen und Flyern - ob das nun Absicht ist und Flair haben soll oder nicht, es sieht nicht schön aus und gibt ein unwohliges Gefühl beim Aufsuchen des stillen Örtchens.
Mit den richtigen Menschen kann man einige Stunden in dieser Bar verbringen, sie ist ingesamt nicht unbedingt gemütlich, aber da Absinth im Vordergrund steht, geht es wohl auch hauptsächlich um das gemeinsame Saufen, als die Zeit, die man miteinander währenddessen verbringt. read more