Wir waren eineinhalb Jahre lang bei der Kinderärztin Dr. Bleicher in der Praxis Dr. Bleicher/Dr. Söhner, und haben kein guten Erfahrungen gemacht.
Praxis: Nett eingerichtet, schönes, großes Wartezimmer mit ausreichend Spielzeug ausgestattet.
Empfang (Kontakt mit Sprechstundenhilfen): zu 90% sind die Damen dort, sowohl über das Telefon, als auch bei der Vorsprache, nicht nur knapp und wortkarg, sondern regelrecht unhöflich und unfreundlich. Dass wir nicht die einzigen waren, die so behandelt wurden, merkten wir, als wir bei der Anmeldung einige Gesprächsfetzen aus Telefonaten mitbekamen, die die Sprechstundenhilfen mit anderen Eltern führten. Demnach ist der allgemeine Umgangston ohne jede Spur der Freundlichkeit/des Verständnisses oder gar der Höflichkeit gezeichnet. Man wird schroff abgekanzelt und sehr entwürdigend behandelt.
Leistung der Ärztin: Die Ärztin Dr. Bleicher schien uns im Allgemeinen fähig und erfahren, der Umgang und Ton mit unserem Sohn war pädagogisch gesehen sehr gut.
Kontakt mit Ärztin: Wir waren mit unserem Sohn zwischen dessen 1. und 3. Lebensjahr insgesamt 3x bei Dr. Bleicher. Wir hatten den starken Eindruck, dass die Ärztin uns aufgrund unseres jungen Alters (wir sind beide Studenten) nicht ernst nahm, und dies sehr deutlich zum Ausdruck brachte. Unsere Anliegen wurden nicht ernst genommen, und wir hatten zum Teil den Eindruck, dass die Ärztin uns in einer Sprechweise anredete, die man etwa kleinen Kindern oder Minderbemittelten gegenüber verwendet. Wir sind eine Familie, in der Tragen, Stillen und Familienbett in den ersten Lebensjahren unseres Kindes sehr wichtig waren, und fühlten uns diesbezüglich von der Ärztin belächelt.
Zudem war unser Sohn motorisch gesehen bereits sehr früh schon sehr weit (dafür hinkte er, was die Sprache betrifft, da bilingual erzogen, ein wenig hinterher). Auf die Fragen der Ärztin bei der U7, um festzustellen, wie weit es mit seiner Motorik her sei, antworteten wir natürlich wahrheitsgemäß, doch die Ärztin stellt unseren Antworten gegenüber offenkundige Ungläubigkeit zur Schau. Beispielsweise fragte sie uns, ob er bereits die Treppe alleine hoch und runter laufen könne, und als ich antwortete, er tue dies, auch im Wechselschritt, glaubte sie mir deutlich nicht ebensowenig glaubte sie uns, als wir auf ihre Fragen hin antworteten, die Strecke, die er fast jeden Tag mit uns entweder zu Fuß, oder mit dem Laufrad unternimmt, sei (hin und zurück) 2km lang.
Das alleine wäre noch nicht so schlimm gewesen, doch als mein Sohn drei Tage nach einem Zeckenbiss die typischen roten Kreise, die als Anzeichen für Borreliose gedeutet werden können, aufiwes, wollte ich, wie bereits von meiner Mutter und den beiden Kliniken bei denen wir zur Diagnose waren, empfohlen, eine Blutabnahme machen.
Die Ärtzin war sehr dagegen, ihre Erklärung hierfür war, dass dies ein riesengroßer bürokratischer Aufwand sei, der sich alleine wegen einer solchen Diagnose nicht lohnte. Ich bestand auf der Blutabnahme, da meine Mutter mit meiner Schwester im selben Alter einen ähnlichen Vorfall erlebte, und mir daraufhin Tipps gab, wie man bei Verdacht auf Borreliose handeln sollte, und da, weiterhin, die behandelnden Ärzte in den jeweiligen Kliniken uns die Blutabnahme nahegelegt hatten. Das Antibiotikum hatte mein Sohn noch am selben Tag bekommen, und was die Blutabnahme betrifft, hatte ich meinen Sohn den ganzen Weg zur Ärztin hin bereits vorgewarnt.
Als die Ärtzin mit der Nadel ansetzen wollte, sagte sie zu meinem Sohn: Es tut mir leid, aber deine Mutter will, dass ich dir weh tue. Ich war, um es gelinde auszudrücken, völlig schockiert.
Die Ärztin fand die Ader nicht sofort (was nicht zu der negativen Bewertung gehört, da dies jedem erfahrenen Mediziner passieren kann), und hatte ein paar Schwierigkeiten damit, das Blut in die Tube zu leiten, sodass das Blut überall hintropfte. Aber das sah ich selber wie gesagt als unglückliche Ausnahme.
[Das Erstaunliche war, dass mein Sohn während der gesamten Blutabnahme kein bisschen weinte, sondern ganz still dasaß. Als ich ihn hinterher fragte (er war zu dem Zeitpunkt 2 Jahre alt), ob es weh getan hatte, sagte er It hurt a lot. meine wiederholte Warnung vor der sehr schmerzhaften Blutabnahme hatte ihn zum Glück bereits darauf vorbereitet.]
Nach diesem Erlebnis jedoch war die Ärztin eindeutig bei uns unten durch. Wir werden dort nie mehr hingehen und, solange wie dies eben notwendig ist, von Kinderarzt zu Kinderarzt wandern bis wir den Richtigen gefunden haben.
Wir wünschen allen anderen Eltern, dass sie solche Erfahrungen niemals machen müssen, und hoffen, der Bericht hilft bei der Entscheidung.
(Wen es interessiert: Da das Antibiotikum direkt nach Auftauchen der Kreise verabreicht worden war, kam es zu keinen weiteren Komplikationen; mein Sohn weist keine Borreliose-Erreger mehr auf und ist springlebendig.) read more