Eines steht fest: Bei diesem Restaurant klaffen kulinarischer
Anspruch und Realität weit auseinander. Doch beginnen wir am Anfang: Das Restaurant befindet sich im Erdgeschoss eines wenig
pittoresken Plattenbaus. Das Interieur des Restaurants ist hingegen dezent und
stilvoll eingerichtet, der Service aufmerksam und professionell. Wir besuchen das Restaurant zum Mittagessen. Nach der à la
carte Bestellung wird ein kleiner Brotkorb gereicht. Das Brot ist frisch, aber
wenig aromatisch. Auf dem Tisch befinden sich bereits ein mittelprächtiges
Olivenöl sowie zwei verschiedene Salze. Butter,
hausgemachte Aufstriche und Dips sucht man hier allerdings vergebens. Sei es drum, wir haben Geburtstag und trösten uns daher mit
einem Glas Apéritif, Roederer Champagner 0.1 (EUR 18,50)! Die Gänge im Einzelnen: - Das 3-teilige Amuse Gueule, bestehend unter
anderem aus einem Frankfurter Grüne Soße-Sorbet, ist schön hergerichtet, aber
geschmacklich nichts Besonderes. - Das Carpaccio vom Wolfsbarsch auf Polenta (EUR19),
serviert mit ein paar frittierten Zwiebelringen, sticht ebenfalls nicht positiv
heraus. - Der Hauptgang, Brust von der Nantes-Ente (Canard
à la Nantaise, EUR32), schmeckt ausgesprochen gut, ist aber eine dermaßen klein
geratene Portion, dass maximal ein Mailänder Magermodel davon satt wird. - Als Dessert wird ein TiramiPiùsu (EUR13) serviert,
sprich ein Tiramisu plus Eiskugel. Das Tiramisu ist (noch) ziemlich flüssig (vermutlich sollte es erst abends serviert werden),
die Eiskugel hebt sich geschmacklich null ab, und auf eine Dekoration wurde
gänzlich verzichtet. Zudem wird ein zu großer Löffel gereicht.
- Ein paar Petits Fours plus Espresso (EUR3,90)
runden das Ganze ab. Insgesamt ist Folgendes zu konstatieren: Das Essen weist bei diesem Besuch keine konsistente
Qualität auf und ist lediglich Mittelmaß. Die Portionen sind relativ klein,
die Dekorationen äußerst minimalistisch, und das Restaurant ist angesichts der abgelieferten Kochleistung
völlig überteuert! read more