Eigentlich hatte ich mich auf dem Weg zum großen Parkplatz bei der RNZ nur verlaufen. Warum auch sonst, dachte ich bis zu dem Tag, hat irgendein Mensch irgendwas in der Farbgasse zu suchen, geschweige denn, was soll er da zu finden hoffen?
Doch kaum hinterm Bekleidungshaus JACOB um die Ecke gebogen, schlug mir eine dermaßen fröhliche Stimmung entgegen, Menschen saßen schwatzend und mit glücklichem Gesichtsausdruck auf der Gasse. Zwischen den Tischen schritt gemütlich ein grinsender Wirt umher, stellte Tassen mit duftenden Kaffeespezialitäten und Kuchenstücke vor den Gästen ab und erzählte Witze, dass die Leute noch beim bezahlen lachten. Ich schnappte mir den letzten freien dieser bequemen Korbstühle und studierte die reichhaltige Getränkekarte.
Nun, nach zweistündigem Aufenthalt im Café Rino bei köstlichem Cappuccino in verschiedenen Größen und Geschmacksfeinheiten, bei einem Wirt, der noch selbst Kuchen kreiert und eine Frau an seiner Seite hat, die diese Köstlichkeiten nicht einfach so serviert, sondern mit purer Freude kredenzt.
Nach diesen zwei Stunden möchte ich mich bei der
Farbgasse samt ihrer Bewohner für meine Anfangs-Skepsis entschuldigen. Und beim Ehepaar Hammel für die gemütlichen Stunden bedanken. Ich werde wieder kommen. read more