Alles andere als ein familiäres Schulklima…read more
Ich bin eine ehemalige Schülerin des CEGs und war dort von 2011 bis 2018. Ich war eine ruhige, unscheinbare Schülerin mit guten Schulnoten. Aber selbst nach all den Jahren, denke ich nur an riesiges Trauma zurück.
Der damalige Oberstufenkoordinator und Leiter des Orchesters und somit Aushängeschild der Schule hat an mir emotionale Gewalt begangen, anders kann ich es nicht ausdrücken. Ich war nicht besonders gut in Musik und er ließ es mich auch außerhalb seines Unterrichts spüren. Er schüchterte mich immer wieder ein als ich mit ihm alleine war. In der Oberstufe hatte ich Musik abgewählt, doch er war noch Oberstufenkoordinator, der in allen anderen Fächern seine Finger mit im Spiel hatte. Ich ging damals durch die Trennung meiner Eltern und fehlte in der 10. Klasse öfter entschuldigt. Er persönlich hatte veranlasst, dass ich in der Oberstufe als einzige Attestpflicht hatte und eine Krankmeldung der Eltern nicht mehr reichte. Ich hatte die Jahre zuvor immer wieder Verweise von ihm bekommen wegen Banalitäten wie einer zu späten Rückgabe eines von den Eltern unterschriebenen Tests. Ich kämpfte sehr und wollte unbedingt ein gutes Abitur machen, obwohl ich wusste, dass er mich aus unerklärlichen Gründen einfach hasste. Eines Tages hatte ich eine Migräneattacke und ließ mich nachmittags befreien. Meine Eltern waren nicht zu Hause und mein Hausarzt hatte schon geschlossen. An dem Tag hätte ich eine Bio Klausur geschrieben für die ich bestens vorbereitet war. Da ich es nicht geschafft hatte ein Attest zu organisieren, schrieb mein Vater einen langen Brief, indem er meinen Zustand bezeugte. Besagter Lehrer setzte sich mit meiner Bio Lehrerin in Kontakt und bestand darauf, dass ich die Klausur nicht nachschreiben durfte, 0 Punkte bekam, sowie einen weiteren Verweis (Nummer 5) für den fehlenden Attest. Ich hatte Todesangst vor diesem Menschen und werde die die Weihnachtsfeier vergessen, an der ich ihm den Brief meines Vaters gegeben hatte und er ihn ohne zu lesen vor der gesamten Klasse in den Müll warf. Der Verweis kam an Heiligabend. Er meinte einmal zu mir, dass er trotz meiner guten Noten immer noch selbst eine Mitsprache dabei hatte ob ich an dieser Schule Abitur machte oder nicht. Ich habe mich damals entschieden die Schule meiner mentalen Gesundheit zu liebe zu verlassen und habe nie Abitur gemacht. Studiert habe ich trotzdem und bin heute sehr erfolgreich. Trotzdem bleibt da diese Wut, wie ein Lehrer seinen pädagogischen Auftrag so verfehlen kann und man solche Grenzen überschreiten kann. Dieser Herr hätte damals schon von seinem Posten eliminiert werden sollen. Mich hat das sehr geprägt und ich wünsche keinem vulnerablen Kind so eine Schulerfahrung.