Die Pizza-Halle ist rappelvoll, unsere Mägen sind gähnend leer. Hier wird so schnell kein Tisch frei. Die Sommerschwüle hat uns mittlerweile komplett dehydriert. Auf der anderen Straßenseite der verheißungsvolle Schriftzug: Azova.
Wir gehen hinüber und bekommen sofort einen Platz.
Die überaus charmante Besitzerin erkennt die Notlage und zwei Minuten später ist unser Flüssigkeitshaushalt durch heruntergestürztes Astra wieder auf Normalnull. Zu Essen könnte sie uns Brownies oder ein Sandwich anbieten. Sandwich? Wir haben eigentlich Hunger, aber im gegenüberliegenden Pizza-Bahnhof hat sich die Situation noch längst nicht entspannt, also gut, nehmen wir erst mal ein Sandwich. Hunger, sagt man zwar, sei der beste Koch, doch dieses Sandwich möchte man auch noch haben, wenn man schon nicht mehr Papp sagen kann. Da stimmt einfach alles.
Die Bar lebt von der hochsympathischen Besitzerin, die sich uns als Solmaz vorstellt. Der Whisky- Sour hat wohlig ausgewogene Aromen.
Ein bekannter deutscher Schauspieler betritt die Bar, bestellt ein Wasser mit der Beteuerung, er würde nicht mehr trinken. Danach bestellt er einen Wodka.
Solmaz empfiehlt uns einen Black Gin. So etwas habe ich noch nirgendwo getrunken: ein Tröpfchen auf der Zunge genügt und das Feuerwerk der Aromen eines gesamten Wacholderstrauches explodiert im Gaumen.
Es war eine herrliche Großstadtnacht mit internationalem Publikum und angenehmer Musik.
Nur gut, dass die Pizzeria überfüllt war.
Wir kommen gerne wieder. read more